Robert Streibel

Forschungsprojekte & Aktivitäten

Geboren am 27.1.1959 in Krems a.d. Donau, 1977 Matura im BRG Krems, Studium in Wien (Geschichte, Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte), Abschluß des Lehramtsstudiums 1984, Probejahr, Bundesheer, Mitarbeit am wissenschaftlichen Projekt zur Arbeiterbildung. Fertigstellung der Dissertation über Krems in den Jahren 1938-1945 am Institut für Zeitgeschichte im Frühjahr 1990.

Seit 1987 im Verband Wiener Volksbildung 1988/89 als Pädagogischer Assistent in der Volkshochschule Brigittenau Seit 1989 im Verband Wiener Volksbildung zuständig für PR und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination von Werbeaktionen und Imagekampagnen (Haben Sie dann noch Worte; Volkshochschule Hoch im Kurs, Leben ist Lernen)

Mitarbeit im Forschungsprojekt: “Österreicher in der Sowjetunion”, mehrere Forschungs-Aufenthalte in der Sowjetunion.

Mitbegründer des Komitees “Ein Denkmal für den jüdischen Friedhof in Krems” 1994.

Produktion der CD des Bedenkkonzertes des Kremser Kammerorchesters vom 9. 11. 1995 mit Werken von Haydn, Hindemith und Partos.

Organisation der Schwarzwaldschule-Treffen in der Wiener Urania seit 1994

Konzeption der Gedenkaktion ≥386‰ in Erinnerung an das Massaker am 6. April 1945 im Zuchthaus Stein im April 1995. (Gemeinsam mit Gerlad Buchas)

Konzeption der Installation ≥Mene, mene tekel‰ im April 1997. (Gemeinsam mit Gerald Buchas)

Projektbetreuung der Aktion ≥MAIL ART against RACISM‰ mit Ausstellungen in verschiedenen Volkshochschulen in Wien (September 1997/ Mai 1998) (gemeinsam mit Herbert Pasiecznyk)

Organisation und Durchführung der Spendenaktion für den Österreichwald in Jerusalem Gedenksitzung des Kremser Gemeinderates am 12. März 1998

Konzeption der Ausstellung ≥Memento Mori‰ WEINSTADTmuseum Krems (Gemeinsam mit Gerald Buchas und Nick Mangafas) März 1998

Konzeption der Gedenkaktion “EinMinutenMenschenLeben” in Erinnerung an das Massaker in Hadersdorf im April 1945 (7. April 1998) (Gemeinsam mit Gerald Buchas)

Konzeption: Schwarzwald-Tage. Gespräche zur Zeit im Hotel Wasnerin in Bad Aussee (April 1998)

Das vergessene Lager in Droß,  (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2006

Barackenlager Sittendorf; Ausstellung – Mahnmal & Recherche (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2007

KZ in Melk: Eine Telefonzelle (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2008

“Eine Stadt trägt Geschichte” Mit SchülerInnen des BRG Krems und Mag. Elisabeth Streibel 2009

Nun Gute Nacht. Franz Zeller Platz – der vergessene Widerstand (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2010

Geschichten aus der Lockerwiese, Konzeption der Ausstellung und des Projektes in der Gartensiedlung in Hietzing in Kooperation mit dem wohnpartnerteam 13_23 (2012ff);

Organisation von wissenschaftlichen Symposien
Der Pogrom 1938, 1939 Hitler-Stalin-Pakt, Der Oktoberstreik 1950, 22. Juni 1941. Der Überfall auf die Sowjetunion, Antisemitismus in Osteuropa, Tabu und Geschichte, Flucht und Vertreibung, Kein Geld und keine Akten/ NS-Forschung in Österreich, Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis, “Häftlingsgesellschaft” in KZ und GUlag

Public Relations
Konzeption und Durchführung (gemeinsam mit L& R Sozialforschung) des Lehrganges für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl 1992. Mitherausgeber des Handbuches für Öffentlichkeitsarbeit 1993

Auszeichnungen Förderungspreis der Stadt Wien für Erwachsenenbildung (1994); Ludo Moritz Hartmann Preis (Förderungspreis) (1996); Willy Verkauf-Verlon Preis für antifaschistische Publizistik (1997); NÖ Kulturpreis, Anerkennungspreis (Franz Stangler Gedächtnispreis) (1998)


Nur im Traum eine Chance?

Eugenie Schwarzwald bekommt Gesellschaft beim Lesen von Florian Illies “1913”.

Ich bin gespannt. Sie sicherlich auch. Manches haben wir sicherlich gemeinsam. Sie sind gespannt weil sie nicht wissen was sie erwartet. Das ist wie am Beginn eines Buches. Wenn Sie begonnen haben zu lesen wollen Sie unbedingt wissen wie es weitergeht, nicht nur bei einem Krimi. Das haben wir gemeinsam, Sie sind gekommen und ich kann mich mit ihnen momentan nicht so beschäftigen. Ich habe ein Buch begonnen zu lesen. Der Unterschied zwischen uns: Sie lesen weil Sie wissen wollen wie es ausgeht, ich lese, weil ich wissen will, ob ich vorkomme. Ich meine nicht das, was sie unter Identifikationsfigur verstehen, was ich meine ist mehr, es ist immerhin mein ICH. Weiterlesen »


Wo bitte geht’s hier nach Stalingrad?

Schleichen, ducken und tarnen: der Umgang mit unserer militärischen Geschichte

Vor 70 Jahren fügte die Rote Armee der Deutschen Wehrmacht eine vernichtende Niederlage zu. Am 4. Februar 1943 kapitulierte die 6. Armee. 1 Millionen Tote am Schlachtfeld, Sowjets und Deutsche, und die Zivilisten nicht zu vergessen. 195.000 Deutschen waren im Kessel von Stalingrad, 60.000 davon starben, 110.000 kamen in und maximal 6.000 kehrten aus der Kriegsgefangenschaft heim. Ein Schlachten war zu Ende, bis zum Ende des Krieges  sollte es noch mehr als drei Jahre und hundertausende Tote dauern. 70 Jahre Stalingrad. Wer nach einer Ausstellung sucht, wird fast vergeblich suchen. Weiterlesen »


Am Krater der Erkenntnis

Ein Besuch in der Bergarbeiterstadt St Helens zwischen Manchester und Liverpool und die neue J.K. Rowling

Dave liebt die Krater für ihn könnten sie auch größer sein, am Rande das Dickichts, das man vorsichtig oder wild durchdringen kann, bevor man davor zu stehen kommt, um nicht hineinzustürzen,  hinunterzufallen, hineinzurutschen über den schlüpfrigen Rand, in das große Loch, in den Krater. Weiterlesen »


Aktuelle Meldungen und Aktivitäten

Das Leben ist ein Projekt. Zwischen Historie und Literatur, zwischen Bildung und Politik, zwischen Heimat und Exil, zwischen Gedenken und Erinnern. Diese homepage öffnet Türen zu einigen Bereichen und bietet vielleicht auch die Möglichkeit eines Gedankenaustausches.


Die Bettler nach der Oper nicht vergessen

"Katja Kabanová" von Leo Janacek Robert Streibel

Oper ist eine Sache der besseren Gesellschaft und eine Maschine, die Konflikte und Probleme kulinarisch aufbereitet. Die Armut der Mimi in "Boheme", der Kerker im "Fidelio", die gemeinsame Fahrt zum Schafott in "Andrea Chenier". Und die Liste könnte noch beliebig fortgesetzt werden. Nie waren Schmuggler so schön und selbst Inzest ("Walküre") kann sich wunderbar auf der Bühne hören lassen. Schaurig schön und Gänsehaut sind garantiert, wenn alles passt, die Sänger, der Dirigent, die Inszenierung und die Tagesverfassung der Zuhörerin oder des Zuhörer. Manche meinen sogar, die Oper ist für jene wichtig und notwendig, weil sie dort noch Gefühle erleben können, die sie im Leben nicht mehr spüren oder kennen. Die Bereitschaft, sich Konfliktthemen zu stellen und nicht gleich in Vorverurteilungen zu verfallen, würde unserer Gesellschaft auch außerhalb der Oper gut tun.

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Lyrik von Robert Streibel

Streibel Hackl: Lesungen 3x Weltgericht
Lesungen von Robert Streibel Aus dem neuen Lyrikband <Weltgericht auf Besuch> (Resistenz Verlag) liest Robert Streibel am: Dienstag, 27. Sept.2011 um 19:00 Uhr in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (1.,Herrengasse 5). Weiterlesen »