Robert Streibel

Krems in der Nazi-Zeit

Krems 1938_TitelNach 25 Jahren als Manuskript jetzt als Buch im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Krems – ein guter Boden für Nationalsozialisten; Die NSDAP in Krems in den Jahren 1931 – 1938.; Der „Anschluss“ und die Folgen; Die geplante Volksabstimmung und der 11. März 1938; Der Abend des 11. März 1938; Die Verteilung der Posten; Das schnelle Geld der ersten Tage; Volksabstimmung 10. April 1938; Die Faust – das beste „deutsche Wort“; Der alltägliche Terror; Die Gleichschaltung der Lokalzeitungen; Die „Faberblätter“; Die „Kremser Zeitung“ unter kommissarischer Verwaltung; Krems – Gauhauptstadt von Niederdonau; Der Bau des Hafens; Die „Schmidhütte“ in Krems; Der Bau an der Gauhauptstadt; Die Bürgermeister von Krems; Dr. Hermann Stingl; Dr. Max Thorwesten; Oberbürgermeister Franz Retter; Der „Fall“ Deleglise – das Schloss Niederranna; Die „Einziehung“ von Stift Göttweig; Die Kreisleiter von Krems; Richard Fischer; Hans Heinz Dum; Anton Wilthum; Judenverfolgung; Religiöses Leben in Krems 1938 – 1945; Der Widerstand in Krems; Deserteure in Krems; Erinnerungsarbeit in Krems an der Donau (…)

Krems 1938-1945. Eine Geschichte von Anpassung, Widerstand und Verrat
ISBN: 978-3-99028-330-1
21 x 15 cm, 528 Seiten, 86 farb. Abb. € 38,00
Zu bestellen im Verlag Bibliothek der Provinz

Ausschnit aus dem Vorwort
von Bürgemeister von Krems Dr. Reinhard Resch (…)

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Politischer Straßenverkehr in Budapest

Nach 1990 wurden systematisch Straßen und Plätze nicht nur in Budapest umbenannt, die Altlasten der Vergangenheit, die Erinnerung an die sowjetische Besetzung mussten getilgt werden. Mit Viktor Orban stehen neue Benennungen auf der Tagesordnung. Dass auch die Straßenverkehrsordnung verändert wurde, hatte ich noch nicht gelesen.
Taxifahrten sind der beste Weg Sprachen zu lernen, vor allem dann wenn das Taxi mit einem Navigationsgerät ausgestattet ist. Weiterlesen »


Vater Tochter Biographie des NS-Marinerichters Hans Filbinger

Kein Abziehbild des Vorurteils

Wie privat darf Geschichte sein? Nicht selten wird, wenn aus dem Nähkästchen geplaudert wird, versprochen, das wahre Gesicht einer Persönlichkeit, sei es nun zwischen Suppenschüssel und Konzert oder zwischen Familie und Berggipfel zu zeigen. Wenn die Perspektive durch Familienbande dirigiert wird, ist Vorsicht geboten. Das Private als Entschuldigung für Täter jeder Art.
Mit dem Namen Filbinger zu leben mag eine Bürde zu sein. Seine Tochter Susanna hat dies erlebt. Dr. Hans Filbinger, baden-württembergischer Ministerpräsident, eine Symbolfigur für verdrängte NS-Geschichte. Der ehemalige NS-Marinerichter hat mit dem Satz „Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein“ die Leitlinie für eine Verharmlosung des Regimes gelegt. Durch Rolf Hochhuths Stück „Die Juristen“ kam Filbinger auch zu literarischen Unehren. Diese „Vater Tochter Biographie“ ist auch ein Rückblick auf den Deutschen Herbst der späten 70er Jahre, mit Rote Armee Fraktion und Ausnahmezustand. Weiterlesen »


Forschungsprojekte & Aktivitäten

Geboren am 27.1.1959 in Krems a.d. Donau, 1977 Matura im BRG Krems, Studium in Wien (Geschichte, Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte), Abschluß des Lehramtsstudiums 1984, Probejahr, Bundesheer, Mitarbeit am wissenschaftlichen Projekt zur Arbeiterbildung. Fertigstellung der Dissertation über Krems in den Jahren 1938-1945 am Institut für Zeitgeschichte im Frühjahr 1990.

Seit 1987 im Verband Wiener Volksbildung 1988/89 als Pädagogischer Assistent in der Volkshochschule Brigittenau Seit 1989 im Verband Wiener Volksbildung zuständig für PR und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination von Werbeaktionen und Imagekampagnen (Haben Sie dann noch Worte; Volkshochschule Hoch im Kurs, Leben ist Lernen)

Mitarbeit im Forschungsprojekt: “Österreicher in der Sowjetunion”, mehrere Forschungs-Aufenthalte in der Sowjetunion.

Mitbegründer des Komitees “Ein Denkmal für den jüdischen Friedhof in Krems” 1994.

Produktion der CD des Bedenkkonzertes des Kremser Kammerorchesters vom 9. 11. 1995 mit Werken von Haydn, Hindemith und Partos.

Organisation der Schwarzwaldschule-Treffen in der Wiener Urania seit 1994

Konzeption der Gedenkaktion ≥386‰ in Erinnerung an das Massaker am 6. April 1945 im Zuchthaus Stein im April 1995. (Gemeinsam mit Gerlad Buchas)

Konzeption der Installation ≥Mene, mene tekel‰ im April 1997. (Gemeinsam mit Gerald Buchas)

Projektbetreuung der Aktion ≥MAIL ART against RACISM‰ mit Ausstellungen in verschiedenen Volkshochschulen in Wien (September 1997/ Mai 1998) (gemeinsam mit Herbert Pasiecznyk)

Organisation und Durchführung der Spendenaktion für den Österreichwald in Jerusalem Gedenksitzung des Kremser Gemeinderates am 12. März 1998

Konzeption der Ausstellung ≥Memento Mori‰ WEINSTADTmuseum Krems (Gemeinsam mit Gerald Buchas und Nick Mangafas) März 1998

Konzeption der Gedenkaktion “EinMinutenMenschenLeben” in Erinnerung an das Massaker in Hadersdorf im April 1945 (7. April 1998) (Gemeinsam mit Gerald Buchas)

Konzeption: Schwarzwald-Tage. Gespräche zur Zeit im Hotel Wasnerin in Bad Aussee (April 1998)

Das vergessene Lager in Droß,  (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2006

Barackenlager Sittendorf; Ausstellung – Mahnmal & Recherche (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2007

KZ in Melk: Eine Telefonzelle (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2008

“Eine Stadt trägt Geschichte” Mit SchülerInnen des BRG Krems und Mag. Elisabeth Streibel 2009

Nun Gute Nacht. Franz Zeller Platz – der vergessene Widerstand (gemeinsam mit Gregor Kremser) 2010

Geschichten aus der Lockerwiese, Konzeption der Ausstellung und des Projektes in der Gartensiedlung in Hietzing in Kooperation mit dem wohnpartnerteam 13_23 (2012ff);

Organisation von wissenschaftlichen Symposien
Der Pogrom 1938, 1939 Hitler-Stalin-Pakt, Der Oktoberstreik 1950, 22. Juni 1941. Der Überfall auf die Sowjetunion, Antisemitismus in Osteuropa, Tabu und Geschichte, Flucht und Vertreibung, Kein Geld und keine Akten/ NS-Forschung in Österreich, Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis, “Häftlingsgesellschaft” in KZ und GUlag

Public Relations
Konzeption und Durchführung (gemeinsam mit L& R Sozialforschung) des Lehrganges für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl 1992. Mitherausgeber des Handbuches für Öffentlichkeitsarbeit 1993

Auszeichnungen Förderungspreis der Stadt Wien für Erwachsenenbildung (1994); Ludo Moritz Hartmann Preis (Förderungspreis) (1996); Willy Verkauf-Verlon Preis für antifaschistische Publizistik (1997); NÖ Kulturpreis, Anerkennungspreis (Franz Stangler Gedächtnispreis) (1998)


Nur im Traum eine Chance?

Eugenie Schwarzwald bekommt Gesellschaft beim Lesen von Florian Illies “1913”.

Ich bin gespannt. Sie sicherlich auch. Manches haben wir sicherlich gemeinsam. Sie sind gespannt weil sie nicht wissen was sie erwartet. Das ist wie am Beginn eines Buches. Wenn Sie begonnen haben zu lesen wollen Sie unbedingt wissen wie es weitergeht, nicht nur bei einem Krimi. Das haben wir gemeinsam, Sie sind gekommen und ich kann mich mit ihnen momentan nicht so beschäftigen. Ich habe ein Buch begonnen zu lesen. Der Unterschied zwischen uns: Sie lesen weil Sie wissen wollen wie es ausgeht, ich lese, weil ich wissen will, ob ich vorkomme. Ich meine nicht das, was sie unter Identifikationsfigur verstehen, was ich meine ist mehr, es ist immerhin mein ICH. Weiterlesen »


Wo bitte geht’s hier nach Stalingrad?

Schleichen, ducken und tarnen: der Umgang mit unserer militärischen Geschichte

Vor 70 Jahren fügte die Rote Armee der Deutschen Wehrmacht eine vernichtende Niederlage zu. Am 4. Februar 1943 kapitulierte die 6. Armee. 1 Millionen Tote am Schlachtfeld, Sowjets und Deutsche, und die Zivilisten nicht zu vergessen. 195.000 Deutschen waren im Kessel von Stalingrad, 60.000 davon starben, 110.000 kamen in und maximal 6.000 kehrten aus der Kriegsgefangenschaft heim. Ein Schlachten war zu Ende, bis zum Ende des Krieges  sollte es noch mehr als drei Jahre und hundertausende Tote dauern. 70 Jahre Stalingrad. Wer nach einer Ausstellung sucht, wird fast vergeblich suchen. Weiterlesen »


Am Krater der Erkenntnis

Ein Besuch in der Bergarbeiterstadt St Helens zwischen Manchester und Liverpool und die neue J.K. Rowling

Dave liebt die Krater für ihn könnten sie auch größer sein, am Rande das Dickichts, das man vorsichtig oder wild durchdringen kann, bevor man davor zu stehen kommt, um nicht hineinzustürzen,  hinunterzufallen, hineinzurutschen über den schlüpfrigen Rand, in das große Loch, in den Krater. Weiterlesen »


Aktuelle Meldungen und Aktivitäten

Das Leben ist ein Projekt. Zwischen Historie und Literatur, zwischen Bildung und Politik, zwischen Heimat und Exil, zwischen Gedenken und Erinnern. Diese homepage öffnet Türen zu einigen Bereichen und bietet vielleicht auch die Möglichkeit eines Gedankenaustausches.