Robert Streibel, Prof. Mag. Dr.
geboren am 27.1.1959 in Krems a.d. Donau, Studium in Wien (Geschichte, Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte), Dissertation am Institut für Zeitgeschichte.

Seit 1987 im Verband Wiener Volksbildung für PR und Öffentlichkeitsarbeit, von 1999 bis 2024 Direktor der VHS Hietzing.
Forschungsprojekte zu Nationalsozialismus, Judentum, Exil. Gedenkaktionen jüdischer Friedhof Krems, Eugenie Schwarzwald, verschiedene Fach-Publikationen. (Plötzlich waren sie alle weg. Die Juden der Gauhauptstadt Krems, Februar in der Provinz. Eine Spurensicherung zum 12. Februar 1934 in Niederösterreich; Herausgeber u.a. Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis), Geschichten aus der Lockerwiese.
Freier Mitarbeiter der Zeitungen „Die Presse“ und bis 2003 Literaturkritiker „Die neue Furche“.
Ausstellungen und künstlerische Interventionen
- 2023 – „Ermordet oder Vertrieben“, 100 Jahre PEN Club in Österreich, u.a. in VHS Hietzing, Universitätsbibliothek.
- 2020 – „Ins Exil entkommen“, gemeinsam mit Christian H. Stifter.
- 2019 – „Die Opfer der Shoah“, gemeinsam mit Christian H. Stifter.
- seit 2018 – „Die Opfer des Nationalsozialismus im Bereich der Wiener Volkshochschulen“, Konzeption und Recherche, inkl. Konzeption Gedenkseiten in 18 Wiener Volkshochschulen, gemeinsam mit Christian H. Stifter.
- 2018 – „Die „arisierte“ Sandgrube.“, verdrängt, vergessen & rückgestellt, Die Gründungsgeschichte der Winzergenossenschaft Krems, Ausstellung in Krems und in mehreren Volkshochschulen.
- 2016 „April in Stein. Das Massaker 1945.“, VHS Hietzing.
- 2017 – „Ich will die Sonne sehen“, Widerstand in der Wehrmacht,
begleitend zum Buch „Bora“ von Louis Mahrer, u.a. VHS Hietzing. - 2016-2017 – Gestaltung der „Schwarzwaldausstellung“ im Kammerhofmuseum in Bad Aussee 2016, Übersiedlung in das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl als Dauerausstellung 2017.
- 2016 – „Barackensiedlung Küniglberg“, VHS Hietzing.
- 2016 – „Der Tod hat nicht das letzte Wort. Die Krimis von Hans Georg“, VHS Hietzing
- 2015/2016 – „April in Stein“ Ausstellung in Kultur Mitte in Krems und in der VHS Hietzing, Wanderausstellung durch mehrere Schulen in Krems und mehrere Volkshochschulen in Wien.
- 1999 – Ausstellung zu Eugenie Schwarzwald, in der VHS Alsergrund und VHS Hietzing.
- 1998 – Konzeption der Ausstellung „Memento Mori” WEINSTADTmuseum Krems, gemeinsam mit Gerald Buchas und Nick Mangafas.
- 09/1997 und 05/1998 – „MAIL ART against RACISM” mit Ausstellungen in verschiedenen Volkshochschulen in Wien, gemeinsam mit Herbert Pasiecznyk.
- 04/1997 – Konzeption der Installation „Mene, mene tekel”, gemeinsam mit Gerald Buchas.
Literarische WCs
- 2008-2022 „Literarische WCs in der VHS Hietzing“, inspiriert durchVictor Matejka:
Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek; Theodor Kramer; Der Nobelpreis ist ein Stiller Ort.
Fassadengestaltung der VHS Hietzing
2024: ICH WEISS, gemeinsam mit Markus Tripolt.
2021: ICH WEISS interaktive Fassade, gemeinsam mit David Buchas.
2021: REGENBOGEN, gemeinsam mit Markus Tripolt, gefördert von KÖR.
2002: Ost-West Erweiterung.
1999:Klettersteig Martin Praska.
Publikationen, Aufsätze und Artikel
Robert Streibel: Krems das Ende der Verdrängung. Verlag Bibliothek der Provinz 2024
Bürokratie & Beletage. Ein Ringstraßenpalais zwischen „Arisierung“ und spätem Recht. Palais Schwab, Mandelbaum Verlag, Wien 2015
Robert Streibel: Krems 1938–1945. Eine Geschichte von Anpassung, Verrat und Widerstand. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2014
Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis. Picus, Wien 1996
Robert Streibel: Februar in der Provinz. Eine Spurensicherung zum 12. Februar 1934 in Niederösterreich. Freistadt: Edition Geschichte der Heimat 1994. *
Robert Streibel: Die Stadt Krems im „Dritten Reich“. Alltagschronik 1938 – 1945. Wien: Picus Verlag 1993. *
Robert Streibel: „Plötzlich waren sie alle weg. Die Juden der ‚Gauhauptstadt Krems‘ und ihre Mitbürger.“ Mit einem Vorwort von Erika Weinzierl und einem Beitrag von Gabriele Anderl. Wien: Picus Verlag. 2. Auflage 1992. *
Aufsätze – Mitarbeit
Robert Streibel: Erinnerungen an das Massaker im Zuchthaus Stein. In: Das Waldviertel 1997 (Heft 2) S 172-177.
Robert Streibel: Kein Platz für Dr. Seligmann. Der Kremser Alpenverein und seine 100jährige Geschichte. In: Das Waldviertel 3/ 1996, S.333-342.
Robert Streibel: „Die Russen befreien gründlich“. Krems im Jahr 1945. S. 215-228. In: Ernst Bezemek und Willibald Rosner: Niederösterreich 1945 Südmähren 1945. Wien 1996 (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde Bd. 21) *
Robert Streibel: Das fünfte Pseudonym. Das Leben des Lagerhäftlings und Humoristen Boris Brainin. In: Hans Schafranek (Hg.) Die Betrogenen. Österreicher in der Sowjetunion. Wien. Picus 1991.
Robert Streibel: Die strukturelle Hypothek. Zum Verhältnis zwischen evangelischer Kirche und Nationalsozialismus in Krems.1938-1945. In: Das Waldviertel 4/1990. S.301-326.
Robert Streibel: Stalag 17B – mehr als ein Hollywoodschinken. Anmerkungen zur Situation der Kriegsgefangenen im Lager Stalag 17B in Gneixendorf/Krems. In: Das Waldviertel 3/1989. S.197-217.
Robert Streibel: Krems 1938-1945. Ein Lesebuch. Wien 1989. Selbstverlag.
Robert Streibel: Krems 1938-1945. Ein Sperrbezirk für Historiker? (Ein Forschungsbericht)In: Ulrike Kerschbaum, Erich Rabl (Hrsg.) Heimtforschung heute. Krems 1988. S. 143-156.
Robert Streibel: Die Märztage 1938 in Krems. Versuch einer Rekonstruktion. In: Das Waldviertel 1/1988. S.1-25.
Mitarbeit am Band „Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich 1934-1945„. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes 3 Bde. Wien 1987.
Romane
April in Stein, Roman, Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2015
Der Wein des Vergessens, Roman, gemeinsam mit Bernhard Herrmann, Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2018
Lyrik
Robert Streibel: Des Pilgers Paradies & Hölle, Verlag Bibliothek der Provinz. 2017.
Robert Streibel: Rosi & Paul. Die sprechenden Fische. Resistenz Verlag, 115 Seiten, Linz 2013
Robert Streibel: Weltgericht auf Besuch. Lyrik. Resistenz Verlag, 77 Seiten, Linz 2011
Robert Streibel: Sieben Schritte in den Raum. Lyrik. Edition Selene. Wien 2003.
Herausgeber/ Mitherausgeber
Robert Streibel (Hg.): Wie wir sie uns fehlen. PEN Autor*innen in der NS-Zeit, Korrektur Verlag. 2024.
Robert Streibel (Hg.): Paul Stefan. Der letzte Sommer. Roman über die Salzburger Festspiele 1937, Löcker Verlag. 2021.
Robert Streibel , Antonis Sanoudakis, (Hg.) Widerstand in Griechenland und Stein. Die Geschichte des Nikos Mavrakis, Verlag Bibliothek der Provinz 2020.
Robert Streibel (Hg.) Karin Michaelis: Die fröhliche Schule, Löcker Verlag. 2020.
Robert Streibel (Hg.) Das Vermächtnis der Eugenie. Gesammelte Feuilletons von Eugenie Schwarzwald 1908-1938. edition pen 72. Löcker Verlag Wien 2018.
Robert Streibel (Hg) Louis Mahrer: Bora. Erzählung. Mit einem historischen Kommentar von Robert Streibel. Verlag Biblioethke der Provinz 2017.
Gerhard Bisovsky, Robert Streibel (Hrsg.) 1938/1988. Eine Bilanz, aber kein Schlußstrich. Dokumentation der Aktivitäten der Volkshochschulen im Gedenkjahr 1938/1988. Wien 1989.
Kurt Schmid, Robert Streibel (Hrsg.) Der Pogrom 1938. Judenverfolgung in Österreich und Deutschland. Wien: Picus Verlag 1990.
Gerhard Bisovsky, Hans Schafranek, Robert Streibel: Der Hitler-Stalin-Pakt. Voraussetzungen, Hintergründe, Auswirkungen, Wien: Picus Verlag 1990.
Klaus Dieter Mulley, Michael Ludwig, Robert Streibel (Hrsg.): Der Oktoberstreik. Ein Wendepunkt der Zweiten Republik. Wien:Picus Verlag 1991. *
Hans Schafranek, Robert Streibel: 22. Juni 1941. Der Überfall auf die Sowjetunion. Wien. Picus Verlag 1991.
Anna Lambert: Du kannst im Leben vor nichts davonlaufen. Erinnerungen einer auf sich selbst gestellten Frau. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Robert Streibel. Wien: Picus Verlag 1992, 185 Seiten. *
Peter Bettelheim, Silvia Prohinig, Robert Streibel (Hrsg.) Antisemitismus in Osteuropa. Aspekte einer historischen Kontinuität. Wien: Picus Verlag 1992, 152 Seiten. *
Peter Bettelheim, Robert Streibel: Tabu und Geschichte (Hrsg.). Zur Kultur des kollektiven Erinnerns. Wien: Picus Verlag 1994, 176 Seiten.
Robert Streibel (Hrsg.): Flucht und Vertreibung. Zwischen Aufrechnung und Vertreibung, Wien: Picus Verlag 1995, 272 Seiten. *
Robert Streibel (Hrsg.): Eugenie Schwarzwald und ihr Kreis. Wien 1996, Wien: Picus Verlag 1996, 190 Seiten. 169 Abb. *
Hans Schafranek, Robert Streibel (Hrsg.): Strategie des Überlebens. „Häftlingsgesellschaft“ in KZ und GUlag. Wien: Picus Verlag 1996, 238 Seiten. *
Gerald Buchas, Robert Streibel: „386“ 6. April 1945. Eine Gedenkaktion anlässlich das Massakers an Häftlingen des Zuchthauses Stein. Wien: Frames Verlag. 1997, 78 Seiten.
Robert Streibel (Hg.) Hans-Czermak-Preis-Lesebuch. Artikel, Literatur und Projekte für eine gewaltfreie Erziehung. Wien: Edition Volkshochschule 1998, 311 Seiten.
Artikel
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